Tipps für Gesundheit bis ins hohe Alter

Tipps für Gesundheit bis ins hohe Alter

Die Gesundheit im Alter entscheidet nicht nur darüber, wie alt ein Mensch tatsächlich wird, trägt aber maßgeblich dazu bei, das Leben zumindest zu verlängern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, geistige Aktivität und Teilhabe an der Gesellschaft – Es gibt viele Punkte, die dazu beitragen, das Wohlbefinden im Alter zu steigern und zu bewahren.

Wieso ist auch im Alter die Gesundheit sehr wichtig?

Mit zunehmendem Lebensalter steigt nicht nur das Risiko, schwere Krankheiten zu entwickeln. Auch die oftmals eingeschränkte körperliche Mobilität und somit die Selbsthilfe älterer Menschen trägt dazu bei, dass sie, manchmal sogar sehr schnell, ihre Gesundheit im Alter sowie damit einhergehend die gewohnte Lebensqualität verlieren. Wichtig ist es also zu erkennen, wann Hilfe benötigt wird und wie es möglich ist, lange körperlich und auch geistig gesund zu bleiben.

5 Tipps um gesund älter zu werden

Tipps um gesund älter zu werden

Selbstverständlich sind die Lebensumstände bei jedem Menschen verschieden. Beachtet man jedoch ein paar grundlegende Dinge, ist die Chance wesentlich größer, noch lange von einer guten Gesundheit im Alter profitieren zu können.

Regelmäßig für ausreichend Bewegung sorgen

Regelmäßige Bewegung trägt nachhaltig dazu bei, auch in hohem Alter noch mobil und selbstständig zu sein. Bereits kleinere Spaziergänge, und sei es nur zum Einkaufen, genügen bereits, um das tägliche Pensum an Bewegung in den Alltag zu integrieren. Die Beanspruchung der Gelenke und Muskeln ist unverzichtbar für die Gesundheit im Alter. Gemeinsam mit einer Begleitperson und vielleicht einem Rollator ist zudem für Sicherheit gesorgt, falls doch einmal die Beine versagen.

Altersgemäße Ernährung

Steigt das Lebensalter, verändert sich auch der Stoffwechsel. Probleme mit dem Blutdruck, dem Herzen, den Augen oder mit Cholesterin sind nicht selten. Daher ist es wichtig zu wissen, dass sich mit dem Alter auch die Ernährung ändern sollte. Das bedeutet jedoch nicht, dass ältere Menschen auf alle Genüsse verzichten müssen. Dennoch hängt die Gesundheit im Alter im wesentlichen auch davon ab, wie die alltägliche Ernährung aussieht und ob diese ausgewogen ist.

Auf ausreichend Flüssigkeit achten

Genug zu trinken fällt bereits vielen jungen Menschen schwer. Doch vor allem im Alter ist es sehr wichtig, besonders darauf zu achten. Wird das Trinken häufig vergessen, hilft ein Glas Wasser auf dem Tisch beispielsweise, stets daran erinnert zu werden. Morgens eine Kanne Tee zuzubereiten, die über den Tag getrunken wird, sorgt dafür, die Gesundheit im Alter aufrecht zu erhalten und ist zugleich ein schönes Morgenritual. Ausreichend zu trinken ist hauptsächlich eine Gewohnheitssache und kann trainiert werden.

Nahrungsergänzungsmittel können helfen

Die Zufuhr von extra Vitaminen durch Nahrungsergänzungsmittel ist in gewissem Maße bereits sinnvoll, bevor Mängel entstehen. Das stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Sind bereits Mängel vorhanden, hilft der Hausarzt sicherlich dabei, die geeigneten Präparate zu finden. Zwar schützen Vitamine und Spurenelemente nicht unbedingt vor Krankheiten, dennoch steigern sie die Wahrscheinlichkeit, die Gesundheit im Alter auf einem guten Level zu halten.

Nikotin- und Alkoholkonsum einschränken

Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss stellen nicht erst im Alter ein gesundheitliches Risiko dar. Umso wichtiger ist es aber, beides dann entsprechend einzuschränken, sofern ein Verzicht nicht in Frage kommt. Gelegentlich ein Glas Wein oder ein Bier sind sicherlich nicht verwerflich. Doch schon eine einzige Zigarette täglich steigert das Risiko für schwere Erkrankungen immens. Da die Gesundheit im Alter allgemein anfälliger ist, sollte Nikotin also unbedingt eingeschränkt, besser vermieden, werden.

Gesund leben im Alter mit diesen 5 Tipps

Gesund Leben im Alter

Um im höheren Alter gesund zu bleiben, können schon kleine Veränderungen im täglichen Leben entscheidend sein. Diese müssen nicht zwangsläufig mit der Umstellung des kompletten Alltags verbunden sein, sondern können häufig einfach integriert werden.

Stets in Bewegung bleiben

Wer rastet, der rostet – So lautet ein altes Sprichwort. Das sollten sich ältere Menschen zu Herzen nehmen und in ihrem Alltag für ausreichend Bewegung sorgen. Die Gesundheit im Alter hängt viel davon ab, wie viel dem Körper zugemutet wird – Oder eben nicht. Übertrieben werden sollte es aber nicht. Eine Wandertour ist nicht nötig, sondern stets nur so viel, wie sich gut anfühlt. Zur Bewegung zählt aber auch die geistige Fitness. Kreuzworträtsel sind zum Beispiel ein gutes Gedächtnistraining.

Wie mit Stress umgehen?

Vor allem im hektischen Straßenverkehr oder in der Betriebsamkeit von Geschäften kann es schnell zu stressigen Situationen kommen. Wichtig ist es, sich davon nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Stress sollte nicht dazu führen, dass eine Situation außer Kontrolle gerät oder sich die ältere Person hilflos fühlt. Abschotten von der Außenwelt verhilft aber ebenso nicht zu mehr Gesundheit im Alter. Es gilt also, einen Zwischenweg zu finden und mit Stress umgehen, ihn also auch wieder abschütteln zu können.

Altersgemäße gesunde und ausgewogene Ernährung

Im Alter sinkt der Grundumsatz der benötigten Kalorien, manche Nahrungsmittel sind zunehmend schlechter verdaulich. Das ist bei jedem Menschen individuell, genauso eventuell vorhandene krankheitsbedingte Beschwerden wie beispielsweise Diabetes. Eine ausgewogene Mischung aus frischem Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch steigern nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern tragen ebenso zur Gesundheit im Alter bei.

Auf gute Zahnhygiene achten

Ob es bereits die Dritten sind oder noch die echten Zähne, spielt dabei keine Rolle. Nicht nur die Behandlungen beim Zahnarzt selbst werden so angenehmer und seltener nötig. Auch Beschwerden beim Kauen von Lebensmitteln können so verhindert oder zumindest verzögert werden. Zahnhygiene ist also für die Gesundheit im Alter unverzichtbar. Welche Reinigungsmethoden und -mittel sich am besten eignen, darüber berät der Zahnarzt.

Dem Alltag entfliehen: Entspannung muss sein

Entspannung im Alter

Obwohl Bewegung durchaus wichtig ist, müssen Körper und Geist sich ebenso erholen können. Es darf (und sollte) also auch Tage in der Woche geben, an denen nichts getan wird. Dieser Ausgleich ist unverzichtbar für Wohlbefinden und Gesundheit im Alter. Ein guter Film im TV kann zum Beispiel für Erholung sorgen, wie auch ein gemütlicher Nachmittag bei Kaffee und Kuchen oder ein warmes Bad. Und selbst kurzen Ausflügen, eventuell mit einer Begleitung, sollte nichts im Wege stehen.

Was ist bei Problemen im Alter?

Kann der Alltag nicht mehr alleine bewältigt werden, muss es nicht direkt das Altersheim oder ein Betreutes Wohnen sein. Selbst eine Alltagshilfe, die keinerlei Pflegearbeiten übernimmt, kann bereits wesentlich dazu beitragen, die Selbstständigkeit und Gesundheit im Alter zu bewahren.

Fazit

Um die Gesundheit im Alter aufrecht zu erhalten, genügen bereits kleine Umstellungen im Alltag, wie etwa das Integrieren von genügend Bewegung und regelmäßiges Trinken sowie einer ausgewogenen, altersgemäßen Ernährung. Kann das alleine nicht mehr bewältigt werden, muss nicht sofort ein Pflegedienst her.

Selbst ein Alltagshelfer oder eine Reinigungshilfe können bereits ausreichen, um noch einige Zeit selbstständig das Leben zu bestreiten und die gewohnte Lebensqualität lange zu erhalten. Sinnvoll ist es jedoch, sich bereits frühzeitig damit zu beschäftigen, um noch lange von der Gesundheit im Alter profitieren zu können.

Blutspenden bei starkem Übergewicht

Blutspenden bei starkem Übergewicht

Übergewicht ist ein ernstzunehmendes Thema in der heutigen Zeit. Viele sehen es nicht als gesundheitliches Problem an, sondern eher als ein Kosmetisches. Dies mag zu Beginn stimmen, aber das hohe Gewicht kann schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Viele Krankheiten werden durch ein hohes Gewicht begünstigt und können durch eine Abnahme verbessert oder sogar vermieden werden. Somit ist es wichtig, dass jeder mit einigen Kilos zu viel Gegenmaßnahmen gegen das Übergewicht trifft.

Ab wann gilt man als übergewichtig?

Ab wann gilt man als übergewichtig

Auf die Fragen, ab wann jemand übergewichtig ist, kann nicht so einfach geantwortet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO nimmt zur Einteilung des Gewichtes den Body-Mass-Index, kurz BMI, zu Hilfe. Der BMI gilt für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Der Wert errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Anhand dieser Zahl können Sie in die Kategorie Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas eingeteilt werden. Im Normalgewicht liegen Sie bei einem Wert zwischen 18,5 und 25. Unterhalb dieses Wertes sind Sie untergewichtig, oberhalb liegt das Übergewicht. Wenn der BMI-Wert 30 überschreitet, dann ist eine Adipositas (starke Fettsucht) gegeben.

Wir müssen allerdings sagen, dass der BMI auch seine Nachteile hat. Da der Wert einfach nur über das Gewicht errechnet wird, wird nicht untersucht, aus was sich dieses Gewicht zusammensetzt. Es wird nicht zwischen Muskel- und Fettmasse unterschieden. Somit kommt es zu Fehleinschätzungen bei Schwerstarbeitern und Bodybildern. Weiterhin dürfen Sie diesen Wert nicht bei Kindern, alten und kranken Menschen und Schwangeren nutzen, da er hier keine aussagekräftigen Werte liefert.

Risiken bei Übergewicht

Ein zu hohes Gewicht kann viele Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Zu Beginn des Übergewichtes sind Risiken noch nicht so schlimm und werden dadurch von den Betroffenen weniger wahrgenommen. Meist merken die Betroffen zuerst Beschwerden in den Gelenken. So treten Schmerzen im Knie sehr häufig auf.

Neben den Gelenkbeschwerden kann ein hohes Gewicht auch Diabetes und Herz-Kreislaufkrankheiten begünstigen. Dazu gehören Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt. Übergewicht wird auch immer mit einem erhöhten Risiko für Krebs in Zusammenhang gebracht. Neben diesen Krankheiten ist auch das psychische Leiden unter dem hohen Gewicht nicht zu unterschätzen.

Voraussetzungen für die Blutspende

Die Grundvoraussetzung für einen Blutspende ist eine gute Gesundheit und das Alter des Spenders. Spenden darf jede gesunde Person zwischen dem 18 und dem 72 Lebensjahr. Wenn Sie schon das 68 Lebensjahr vollendet haben, entscheidet ein Arzt nach einer individuellen Beurteilung, ob Sie zur Blutspende zugelassen sind.

Zuerst wird vor einer Blutspende ein medizinischer Fragebogen ausgefüllt. Dieser wird von einem Arzt beurteilt, welche im Anschluss eine Untersuchung des Spenders durchführt. Im Fragebogen wird nach der Krankengeschichte und nach den Lebensumständen gefragt. Bei der späteren Untersuchung wird der Eisenwert des Blutes, das Gewicht, der Blutdruck und noch einige weitere Parameter untersucht.

Vor einer Blutspende ist es wichtig, dass sie ausreichend trinken, um den Flüssigkeitshaushalt im Körper auf die Spende vorzubereiten. Sie sollten auch ordentlich gegessen haben, damit der Kreislauf unterstützt wird. Hierbei ist es wichtig, dass Sie auf fettreiche Speisen verzichten.

Ausschließungsgründe für Blutspenden

Ausschließungsgründe für Blutspenden

Es gibt einige Ausschlussgründe für eine Blutspende. Hierbei ist auch das Gewicht einer dieser Punkte. Der Spender darf nicht weniger als 50 kg wiegen. Übergewicht wird hierbei nicht thematisiert. Weiterhin wird der Eisenwert kontrolliert. Dieser darf nicht zu gering sein. Weitere Ausschlusskriterien können bei der Untersuchung ausgeschlossen werden.

In dem medizinischen Fragebogen geben Sie an, wie Ihre Krankengeschichte und Lebensgeschichte ist. So dürfen Sie nicht spenden, wenn Sie im Moment krankgeschrieben sind. Auch die Einnahme von Medikamenten kann zu einem Ausschluss führen. Bei den Lebensumständen werden Sie nach Ihrer Wohnsituation gefragt. Menschen die in Gemeinschaftsunterkünften leben, dürfen zum Beispiel auch kein Blut spenden.

Weitere Kriterien, die zu einem Spendeverbot führen, ist eine kürzliche Tätowierung, eine nicht lang zurückliegende Operation, Auslandsaufenthalte in bestimmten Ländern und eine Schwangerschaft.

Darf man mit starkem Übergewicht Blut spenden?

Sie dürfen auch mit einem hohen Gewicht Blut spenden. Wenn Sie gesund sind, dann ist dies kein Ausschlusskriterium. Da vor der Spende verschiedenen Parameter untersucht werden, kann sich der Arzt über Ihren Gesundheitszustand einen ersten Blick verschaffen. Ein wichtiges Kriterium ist dabei der Blutdruck.

Ein hoher Blutdruck zeigt an, dass Sie nicht ganz gesund sind und der Arzt entscheidet hier, ob Sie zur Spende zugelassen werden. Ein Problem bei stark übergewichtigen Personen ist das Auffinden der Venen im Arm. Wenn durch starkes Übergewicht diese Adern nicht gefunden werden, dann ist eine Blutspende unmöglich.

Tipps um Übergewicht zu bekämpfen

Um Übergewicht zu bekämpfen gibt es viele Wege. Einen haben diese Wege allerdings gemeinsam. Sie müssen zur Abnahme weniger Kalorien aufnehmen als Sie zuführen. Diese kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. So ist eine Ernährungsumstellung mit einer Kalorienreduktion der häufigste Weg, um abzunehmen.

Hierbei gibt es viele verschiedenen Diäten, die zum Beispiel auf Kohlenhydrate verzichten oder andere, die das Fett in der Nahrungsaufnahme reduzieren. Auch ein Plus an Bewegung ist immer wieder ein Faktor zu Gewichtsreduktion. Am besten ist natürlich eine Kombination aus beiden Faktoren, die das Leben einfach leichter machen.

Ernährungsumstellung

Tipps um Übergewicht zu bekämpfen Ernährungsumstellung

Bei einer Ernährungsumstellung kommt es darauf an, die Kalorienzufuhr zu verringern, um gegen das Übergewicht zu kämpfen. In den Medien werden immer wieder verschiedene Diäten und Ernährungskonzepte vorgestellt, die den besten Erfolg bei der Abnahme versprechen. All diese Programme sind auf eine Kalorienreduzierung ausgelegt.

Sie können sich also ganz nach Ihren Vorlieben ernähren und müssen nicht auf den Teller Nudeln verzichten. Am Ende kommt es immer darauf an, das Sie in einem Kaloriendefizit sind. Das heißt, dass Sie weniger Kalorien zu sich nehmen als der Gesamtbedarf ist. Wenn Sie dies berücksichtigen, können Sie ganz einfach abnehmen.

Mehr Bewegung

Eine Gewichtsabnahme bei Übergewicht kann auch ganz einfach darüber erfolgen, dass Sie mehr Bewegung und Sport in Ihren Alltag durchführen. Durch einen höheren Bewegungsanteil werden mehr Kalorien verbrannt. Der Sport ist somit ein einfaches Mittel, um Kalorien zu verbrauchen.

Sie können beim Sport zwischen Ausdauersport und Kraftsport unterscheiden. Die beste Lösung ist hierbei die Durchführung von beiden Sportrichtungen. In der Kalorienbilanz verbraucht Ausdauersport mehr Kalorien als Kraftsport. Kraftsport ist aber dahingegen empfehlenswert, da er dem Muskelabbau entgegen tritt, der unweigerlich bei den meisten Diäten eintritt, wenn wenige Kalorien zugeführt werden.

Nach dem Sport kommt es auch noch zu einem gewissen Nachbrenneffekt. Hierbei verbrennt der Körper weiterhin Kalorien, um den Körper wieder in Ruhezustand zu bringen.

Bewertung

Wenn Sie Übergewicht haben, dann sollten Sie wegen Ihrer Gesundheit versuchen, dieses zu reduzieren. Durch ein zu hohes Gewicht werden viele Krankheiten begünstigt, sei es am Bewegungsapparat oder an den Organen. Zur Gewichtsreduktion können Sie an verschiedenen Faktoren in ihrem Leben drehen.

So ist eine Reduktion der Kalorienaufnahme genauso gut wie ein größerer Kalorienverbrauch durch Sport. Die beste Lösung ist dabei, wenn Sie gleichzeitig die Ernährung umstellen und mehr Bewegung in den Alltag integrieren. Wenn Sie aber trotz des hohen Gewichtes gesund sind, dann dürfen Sie auch Blut spenden. Übergewicht ist hier kein Ausschlusskriterium.

Durch Übergewicht zum Pflegefall

Durch Übergewicht zum Pflegefall

Es ist nicht nur ein optisches Thema sondern kann zu einer ernsten Gesundheitsgefahr werden: Übergewicht.  Das Thema ist nahezu allzeit präsent und liefert gerade in Anbetracht des angeschlagenen Gesundheitssystems neuen Zündstoff. Denn mehr als jeder Dritte Deutsche ist stark übergewichtig. Betroffene haben nicht mir mit Einschränkungen in ihrem Alltag zu kämpfen, sondern ihnen drohen ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen.

Es wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen, dass Übergewicht einen direkten Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und verschiedene Organe hat. Der Hang zum Übergewicht soll laut einiger Mediziner sogar im Erbgut nachweisbar sein. Das würde bedeuten, dass manche Menschen aufgrund “schlechter Gene” ihr Leben lang auf ihre Ernährung achten müssen.

Ab wann spricht man von Übergewicht?

Zu Beginn ist festzuhalten, dass nicht jeder, der aus eigener Sicht ein paar Kilos zu viel mit sich herum trägt, direkt als übergewichtig gilt. Ob Ihr Gewicht sich in einem gesunden rahmen bewegt, können Sie durch den Body-Mass-Index ermitteln. Dieser gibt das Verhältnis aus Körpergröße und Gewicht an, berücksichtigt dabei jedoch nicht die Fett- und Muskelanteile des Körpers.

Mit einem BMI von unter 18,4 gilt man als leicht untergewichtig und ab 25 als leicht übergewichtig. Nicht zu vergessen ist, dass wir im Alter automatisch an Muskelmasse verlieren und die BMI-Grenzen etwas nach oben korrigiert werden. Wenn Sie mit Mitte Fünfzig nicht mehr das gleiche Gewicht wie mit Fünfundzwanzig haben, ist das vollkommen normal und hat nichts mit Übergewicht zu tun.

Risiken und Erkrankungen als Folge

Ab wann spricht man von übergewicht

Übergewicht entsteht nicht über Nacht und kann zahlreiche Gründe haben.
Meist sind die Ursachen vielseitig, aber immer das Resultat eines Energieüberschusses.

Zu den häufigsten Gründen zählen:

– eine ungesunde Ernährung
– zu wenig Bewegung
– unregelmäßigen Essenszeiten (die zu Heißhunger oder Dauer-Snacken führen)
– emotionales Essen (Binge Eating)

Übergewicht erhöht das Risiko für zahlreiche Begleiterkrankungen. Darunter fallen Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, aus denen sich ein Herzleiden entwickeln kann, eine Fettleber und Diabetes.

Vor allem die höhere Blutmenge, die wesentlich mehr Körpergewebe mit Sauerstoff versorgen muss, belastet das Herz-Kreislauf-System. Betroffene leiden zudem häufig unter Kurzatmigkeit bzw. Atemnot bis hin zu nächtlichen Atemaussetzern, die durch das zusätzliche Gewicht auf die Lunge verursacht werden.

Durch den meist hohen Zuckerkonsum entwickelt sich eine Diabetes, da die Bauchspeicheldrüse nach mehreren Jahren im Zucker (bzw. Zuckerersatzstoff-) -Rausch nicht mehr in der Lage ist weiteres Insulin zu produzieren.

Körperliche Einschränkungen

Die körperliche Verfassung sowie das Wohlbefinden wird durch starkes Übergewicht erheblich eingeschränkt. Betroffene haben keine bis wenig Ausdauer und haben schon bei alltäglichen Bewegungen wie Treppensteigen oder dem Gang zum Supermarkt Probleme.

Der Druck auf Füße und Gelenke führt dazu, dass unnötige Bewegungen vermieden werden.Dadurch ergibt sich jedoch ein Teufelskreis, der im schlimmsten Fall dazu führt, dass stark übergewichtige Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags Unterstützung und Pflege bedürfen.

Einschränkungen in der Lebensqualität

Neben den gesundheitlichen Problemen werden Übergewichtige häufig wesentlich früher mit Herausforderungen im sozialen Umfeld konfrontiert. Für Waagen und günstige Möbel gilt es, die vom Hersteller vorgegebene Gewichtsgrenze zu beachten, die vor allem bei großen Menschen (über 1,8 m) schnell erreicht ist.
Die Auswahl an trendiger Mode reicht bis Gr. 44.

Danach werden Betroffene nur noch in Übergrößengeschäften fündig oder müssen ihre Kleidung selbst nähen. Als wäre das nicht genug, werden Ausflüge mit Familie und Freunden durch abwertende Blicke und Kommentare des (meist unbekannten) Umfeldes begleitet, durch die sich viele mehr und mehr aus dem sozialen Leben zurückziehen.

Tipps um Übergewicht zu bekämpfen

Tipps gegen übergewicht

Um dem eigenen Übergewicht den Kampf anzusagen, ist es wichtig die Ursachen dafür zu erkennen. Haben Sie einen stressigen Alltag zu bewältigen und kaum Zeit, sich eine gesunde Mahlzeit vorzubereiten oder Sport zu treiben?
Oder trösten / entspannen Sie sich abends vor dem Fernseher mit Schokolade, Chips & Co.?

Emotionales Essen und Snacken zwischen den Mahlzeiten sind neben flüssigen Kalorien aus Säften und Soft-Drinks der häufigste Auslöser für Übergewicht. Um diese Gewohnheiten zu verändern, müssen sie sich aber erst einmal darüber bewusst sein, was falsch läuft.

Ernährungsumstellung

Eine Ernährungsumstellung passiert nicht von heute auf Morgen. Die meist schlechten Gewohnheiten haben sich über Jahre etabliert und sind dementsprechend schwer abzulegen. Dazu zählt nicht nur ein bewussterer Umgang mit dem eigenen Körper und der Ernährung, die wir ihm zuführen. Durch die ungesunde und meist einseitige Ernährung sind die Geschmacksnerven nicht mehr trainiert.  Umstellungen auf Salat und Sprudelwasser sind zum Scheitern verurteilt.
Sie sollten daher einen Schritt nach dem anderen gehen.

Reduzieren Sie beispielsweise zuerst die süßen Getränke und ersetzen diese durch Wasser oder ungesüßten Tee. Dann geht es den Zwischenmahlzeiten an den Kragen.
Und wenn Sie bereits nach einigen Wochen erste Erfolge sehen, können Sie sich den Hauptmahlzeiten widmen und ausprobieren, welche gesünderen Alternativen Ihnen schmecken. Diese werden sie auch langfristig beibehalten können.

Cardio- oder Krafttraining

Egal ob Krafttraining im Fitness-Studio oder ein lockerer Spaziergang mit dem Partner oder Schwimmen mit der Freundin. Wer abnehmen will, muss sich bewegen. Da stark Übergewichtige häufig körperlich eingeschränkt sind und erst Ausdauer aufbauen müssen, sollten Sie langsam mit Gelenk-schonenden Sportarten starten.

Cardiotraining verbrennt meist etwas mehr Kalorien und steigert die Ausdauer. Krafttraining hilft, die Muskelmasse und den Grundumsatz (Energiebedarf in Ruhe) zu erhöhen. Eine Kombination aus beidem ist langfristig sinnvoll.

Bewertung

Ob wirklich die Gene oder nur unsere Ernährungsgewohnheiten und selbst gewählte Trägheit Schuld am Übergewicht sind, konnte bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Fest steht jedoch, dass bereits leichtes Übergewicht einen direkten, negativen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Schon bei einem leicht erhöhten BMI reagiert unser Körper mit Warnzeichen wie Bluthochdruck, einem erhöhten Blutzuckerspiegel oder Entzündungswerten (z.B. der Gelenke). Langfristig kann dies einen enormen Schaden verursachen.

Übergewicht beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität und kann unter Umständen dazu führen, dass der Alltag stark eingeschränkt wird und die Betroffenen zum Pflegefall werden.

Abnehmen im Kindesalter

Abnehmen im Kindesalter

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind übergewichtig. Welche Risiken und Folgen Übergewicht im Kindesalter mit sich bringt, ab wann das eigene Kind wirklich übergewichtig ist und wie Sie Ihr Kind erfolgreich beim Abnehmen unterstützen und motivieren können, haben wir hier in den wichtigsten Punkten für Sie zusammengefasst.

Welches Gewicht ist bei Kindern normal?

Die Berechnung des BMI (Body-Mass-Index), mittels Körpergröße und Körpergewicht, ist die wichtigste Formel zur Beurteilung, ob Ihr Kind im Übergewicht-Bereich liegt und Abnehmen sinnvoll und notwendig ist. Eine noch genauere Bemessung ergeben BMI-Perzentilkurven. Diese speziellen Kurven orientieren sich zusätzlich zum normalen BMI-Wert noch an Geschlecht und Alter Ihres Kindes. Grundsätzlich ist es bei Übergewicht immer sinnvoll einen Kinderarzt hinzuzuziehen.

Folgen von Übergewicht bei Kindern

Folgen von Übergewicht bei Kindern

Übergewicht bei Kindern bringt Folgen und Risiken mit sich. Krankhaftes Übergewicht kann zu ernsthaften Erkrankungen und körperlichen Einschränkungen führen, die nur durch gezieltes Abnehmen verbessert und im besten Fall vermieden werden können.

Erkrankungen

Abnehmen kann das Risiko für die häufigsten durch Übergewicht begünstigten Erkrankungen minimieren. Hierzu zählen Diabetes mellitus Typ 2 (“Altersdiabetes”), Fettstoffwechselstörungen, Hormonhaushaltstörungen, Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. Bluthochdruck), Verfettung der inneren Organe, Erkrankungen des Bewegungsapparates (vor allem Rücken, Sprung-, Knie- und Hüftgelenke), Atemnot, sowie psychische Erkrankungen und Zwänge (z.B. Essstörungen).

Körperliche Einschränkungen

Auch die körperlichen Einschränkungen können für betroffene Kinder sehr belastend sein. Hänseleien, Mobbing, Vorurteile und Ausgrenzung erfolgen häufig in Folge einer verminderten Leistungsfähigkeit z.B. beim Sport durch Einschränkung der Beweglichkeit und Belastbarkeit. Auch bei sozialen Aktivitäten, z.B. einem Schwimmbadbesuch, empfinden betroffene Kinder oft Schamgefühl für ihren Körper. Die Lebensqualität leidet und kann durch Abnehmen wieder verbessert werden.

Abnehm-Tipps für Kinder

Übergewicht bei Kindern muss nicht zwangsläufig von Dauer sein. Nicht jedes übergewichtige Kind wächst auch zu einem übergewichtigen Erwachsenen heran. Mit ein paar Tricks gelingt es Ihnen durch Motivation Veränderungen an der Ernährungsweise vorzunehmen und Freude am Sport zu wecken. Mit Ihrer Unterstützung fällt auch Ihrem Kind das Abnehmen leichter.

Ernährungsumstellung

Abnehmtipps für Kinder Ernährungsumstellung

Das Ziel beim Abnehmen ist die dauerhafte Ernährungsumstellung, bei der das Kind in alle Abläufe miteinbezogen wird. Gehen Sie beim Planen der Mahlzeiten auf Wünsche ein und versuchen Sie gesunde Alternativen gegen ungesunde Gewohnheiten einzutauschen. Viel frisches Obst und Gemüse, weniger Kohlenhydrate und ausreichend Eiweiß. Süßes und Fettiges sollten Ausnahmen sein. Erledigen Sie Einkäufe gemeinsam und geben Sie kleine Aufgaben beim Vorbereiten und Zubereiten der Mahlzeiten ab, um ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu entwickeln

Kontrolle beim Essen

Auch das Essverhalten und bestimmte Rituale beim Essen gehören zur Umstellung der Ernährung und erleichtern das Abnehmen. Hierzu sollten alle Personen, mit denen das Kind gemeinsam Mahlzeiten einnimmt, in die Umstellung miteinbezogen und darüber informiert werden (z.B. Großeltern, Erzieher). Wenn jeder ein Auge auf die Ernährung wirft, ist es auch für Ihr Kind leichter die neuen Gewohnheiten anzunehmen und umzusetzen. Essen Sie regelmäßig und nach Möglichkeit gemeinsam.

Genügend Flüssigkeit

Flüssigkeit ist das A und O. Kinder sollten genauso wie Erwachsene über den Tag ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Animieren Sie Ihr Kind immer wieder Wasser oder ungesüßte Tees zu trinken. Wasser ist gesund, hat einen sättigenden Effekt und unterstützt Ihr Kind zusätzlich beim Abnehmen. Durch frisches Obst oder Gemüse lässt es sich für etwas Abwechslung auch wunderbar aufpeppen, Meiden Sie generell zuckerhaltige und süßstoffhaltige Getränke und Säfte im Haus zu haben um Ihr Kind zu unterstützen.

Bewegung im Alltag

Es bietet sich an, gemeinsam mit der ganzen Familie mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Ziele die sich zu Fuß erreichen lassen und nicht zu weit weg sind, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind versuchen ohne Auto oder Bus und Bahn zu erreichen. Bewegungsspiele oder Tanzen wecken bei Kindern schnell Interesse und sorgen für Spaß an Bewegung. Sorgen Sie für weniger Zeit im Sitzen und Liegen. Abnehmen ist immer einfacher, wenn die ganze Familie unterstützend zur Seite steht.

Sport

Übergewichtige Kinder Abnehmen Sport

Kinder sind leicht für Neues zu begeistern. Sport hat mehrere tolle Effekte beim Abnehmen: Man verbrennt Kalorien und Fett, man wird fitter, bekommt eine bessere Ausdauer und entwickelt Freude daran sich zu bewegen. Wichtig bei stark übergewichtigen Kindern ist eine Sportart zu wählen, die gelenkschonend ist. Schauen Sie sich verschiedene Alternativen mit Ihrem Kind an und gehen Sie auf seine Wünsche ein, denn es ist wichtig, dass das Kind Freude und Interesse an dem jeweiligen Sport hat.

Fazit

Am Ende bleibt zu sagen, dass Unterstützung und Motivation immer der beste Begleiter beim Abnehmen sind. Ob bei der gesamten Ernährungsumstellung, bei der Bewegung oder beim Stärken des Selbstbewusstseins Ihres Kindes – Sie sind ein aktiver Teil, der das Verhalten Ihres Kindes positiv beeinflusst. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und bauen Sie das Thema “Gesunde Ernährung” und “Bewegung” in so viele alltägliche Abläufe und Gewohnheiten ein, wie möglich.

Erklären Sie Ihrem Kind was der Unterschied zwischen gesunden und ungesunden Lebensmitteln ist und beantworten Sie seine Fragen. Wenn Sie erkannt haben, dass Ihr Kind übergewichtig ist und Sie bereit sind dies zu verändern, ist der erste Schritt bereits getan. Nehmen Sie sich Zeit, zu planen, darüber zu sprechen, was sich verändern muss und setzen Sie Ihre Pläne um.

Es ist nie verkehrt, sich bei Zweifeln oder Unsicherheiten Hilfe bei dem Kinderarzt oder eine Ernährungsberatung zu holen. Vergessen Sie nicht, dass Sie das Vorbild Ihres Kindes sind und Ihr Kind durch Ihre Hilfe und mit Ihrer Unterstützung alles erreichen kann.

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